“Trajan, ich poste das Bild ganz normal auf Instagram, aber es taucht unter den Hashtags gar nicht auf!”

Das erzählte mir eine Kollegin, die mich vor etwa 2-3 Monaten verzweifelt anrief und nach Rat suchte.

Wir haben gemeinsam überlegt, wo das Problem liegen könnte und verschiedene Lösungen ausprobiert – ohne Erfolg. Das Bild wollte einfach unter den Hashtags nicht auftauchen.

Das kurioseste an der ganzen Geschichte war, dass sie selber das Bild sehen konnte. Ich aber nicht.

Hätte ich also Instagram nach diesen Hashtags durchsucht, hätte ich das Bild gar nicht gefunden. Das Profil war quasi unsichtbar.

Meine Kollegin ist nur deswegen darauf aufmerksam geworden, weil sie das Profil eines Kunden verwaltet und den Mitarbeitern aufgefallen ist, dass die Postings des Unternehmens unter den verwendeten Hashtags nicht sichtbar sind.

Komisch, oder?

Das habe ich mir auch gedacht. Das kann nur ein technisches Problem sein, sagte ich zu ihr. Wird sich bestimmt von allein lösen.

Damit war die Sache für mich abgeschlossen. Bis ich ein paar Wochen später über ähnliche Erfahrungen auch von anderen Instagram-Usern gestolpert bin.

Meine Kollegin war also kein Einzelfall.

Als ich mich etwas mehr mit dem Thema beschäftigt habe, fand ich heraus, dass dieses Phänomen sogar einen Namen hat: Shadowban.

Warum Shadowban? Der Name kommt von Shadow (Schatten) und Ban (Sperre) und soll heißen: Du wirst gesperrt, ohne es zu wissen.

Auf den ersten Blick sieht also alles wie immer aus. Du wirst von Instagram nicht komplett gesperrt und du kannst dein Profil nach wie vor wie gewohnt nutzen, Beiträge posten etc.

ABER: Das alles ist nur für dich und deine aktuellen Follower sichtbar. User, die dich nicht abonniert haben, sehen deine Postings z.B. bei der Hashtag-Suche gar nicht.

Das führt dazu, dass du insgesamt weniger Likes bekommst und auch die Follower, die dich normalerweise über die Hashtags finden würden, bleiben jetzt aus.

Benachrichtigung von Instagram? Fehlanzeige.

OK – jetzt wissen wir was Instagram Shadowban ist. Was wissen wir sonst noch über diese geheime Sperre von Instagram?

Instagram Shadowban
Fakt #1: Die Hashtags sind eine der Ursachen für die Sperre

Da dieses Problem in erster Linie die Hashtag-Suche betrifft, können wir davon ausgehen, dass die Hashtags, die du verwendest, ein Grund für die Sperre sein könnten.

Bei meiner Recherche habe ich aber herausgefunden, dass nicht nur die Hashtags die du verwendest, sondern auch wo du sie platzierst (in der Bildbeschreibung oder im ersten Kommentar) dazu führen könnte, ein Opfer von Shadowbanning zu werden.

Damit aber nicht genug. Diversen Berichten zufolge gibt es auch weitere Gründe, die eine Sperre auslösen könnten.

Instagram Shadowban
Fakt #2: Instagram hat zugegeben, dass es dieses Problem gibt

Es handelt sich also diesmal nicht um eine Verschwörungstheorie oder eine Spekulation. Auf der Facebook Seite hat Instagram Stellung dazu genommen und sagt: “Wir arbeiten ständig daran, im Rahmen unserer Möglichkeiten, das System zu verbessern.”

Berichten zufolge wurde das Problem am 12. April 2017 behoben – allerdings gibt es nach wie vor User, die sich über das selbe Problem beschweren.

Es deutet also alles darauf hin, dass der Shadowban nur teilweise ein technisches Problem ist und höchstwahrscheinlich doch eine Bestrafung von Usern, die in Instagrams Augen etwas falsch gemacht haben.

Instagram Shadowban
Fakt #3: Es ist möglich, aus dieser Sperre wieder herauszukommen

Und jetzt die gute Nachricht: Diese Strafe ist nicht permanent.

Meine Recherche und viele Erfahrungsberichte zeigen, dass man mit den richtigen Anpassungen doch ziemlich schnell aus dem Shadowban wieder rauskommen kann.

Allerdings haben bei verschiedenen Usern jeweils unterschiedliche Änderungen am Ende funktioniert.

In meinem Live-Webinar am kommenden Dienstag (23.5.2017) gehen wir alle möglichen Szenarien und Lösungen durch, damit du erst gar nicht bestraft wirst – oder damit du die Sperre wieder aufheben kannst und deine Sichtbarkeit auf Instagram wieder zurückgewinnst.

Und selbst wenn du sagst, ich glaube nicht betroffen zu sein, würde ich dir trotzdem empfehlen am Dienstag vorbeizuschauen, damit du für den Fall, dass es dich doch erwischt, vorbereitet bist und direkt weißt, was du möglicherweise falsch gemacht hast.

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